DOMAINE JEAN SIPP

Zahlen

 

 

Huerkunftsbezeichnungen :
Alsace - Alsace Grand Cru - Vendanges Tardives (Spätlese) - Lieux dit

 

Historischer Werdegang :
In den Familienarchiven wird zwar bereits im Jahre 1654 ein erster Jean-Guillaume SIPP erwähnt. Doch erst seit den 50er Jahren begann sich eine echte Vertriebsdynamik in dem prächtigen Rahmen dieses Herrensitzes aus dem Jahre 1416 zu entwickeln.

 

Anbaufläsche :
23 Hektar, folgendermaßen gegliedert :

    • Weißweine :
      2.5 Ha entfallen auf die Spitzenweine Grands Crus Kirchberg et Osterberg 2.0 Ha auf den Cru Trottacker Insgesamt sind 15.0 Ha mit Weißweinreben bestockt, davon entfallen 1.5 Ha auf die Appellation Clos Ribeaupierre: Ein Weinberg mit bis zu 40 %-igen Steillagen mit voller Süd-Südostlage, Terrassenanbau, Granitboden.
    • Rotweine
      2.0 Ha sind mit der Rebsorte Pinot Noir bestockt.

 

Grands Crus :
Den Schriften des Historikers Barth ist zu entnehmen, daß die Anbaugebiete Kirchberg und Osterberg, bereits im Jahre 1324 für ihre hervorragende Qualität erwähnt wurden. Der Trottacker seinerseits wird im 16. Jahrhundert erwähnt, hierbei handelt es sich um einen Flurnamen.

Geographische Lage :
Die Weinberge erstrecken sich über die Gemeinden Ribeauvillé, Bergheim und St-Hippolyte, in einem Umkreis von maximal 6 Km..

 

Lage :
80 % der Weinlagen sind Süd-Südost und Süd-Südwest.

 

Böden :
Ton- und kalkhaltige, stellenweise steinige Böden (in Ribeauvillé und Bergheim). Sandige Böden mit silikat- und tonhaltigem Substrat in St-Hippolyte. Allgemein starkes Gefälle von 10 % bis über 40 %.

Rebsorten :
Alle 7 Elsässer Rebsorten sind vertreten : Sylvaner - Pinot Blanc - Riesling - Muscat - Tokay Pinot Gris - Gewurztraminer - Pinot Noir..

 

Durchschnittliches Alter der Rebstorcke :
5 bis 25 Jahre für die Weine mit der Appellation „Réserve“, 10 bis 40 Jahre für die Weine der Appellationen „Grand Cru“, über 30 im Bereich der Appellation „Vieilles- Vignes“ („alte Rebstöcke“). Einige Weinstöcke sind bis zu 50 Jahre alt.

 

Unterlagsreben :
90 % des Weingutes sind auf Wurzelstöcken der Unterlagsrebe Typ 3309 angebaut, mit Ausnahme des Pinot Noir, dessen Edelreiser auf S04 aufgepropft werden.

 

Pflanzcichte :
Ca. 4.500 bis 5.500 Weinstöcke pro Hektar.

 

Weinbau :
Jede zweite Reihe ist mit einer Nutzpflanzdecke bedeckt. Diese Flächen werden maschinell umgegraben und anschließend mit Roggen besät. Der Stock wird im Bogrebenschnitt auf zwei Haupttriebe („double guyot“) eingekürzt, die sich an 5 Edelstahldrähten über 2 Meter hochranken. Frühtriebsschnitt und Einkürzen: maschinell und manuell auf unzugänglichen Parzellen. Vernünftige Schädlingsbekämpfung mittels Pflanzenschutzmitteln und Stiftung von sexueller Verwirrung unter den Schädlingspopulationen in den Weinbergen der Grands Crus und im Clos Ribeaupierre.

 

Ertrag :
40 bis 50 hl in den Weinbergen Grands Crus Kirchberg, Osterberg, Trottacker sowie in den Vieilles-Vignes („Alten Reben“), 60 hl beim Qualitätswein Réserve, der allgemein aus dem Ertrag der jüngeren Reben gekeltert wird.

 

Lese :
Reifekontrollen, Verkostung der Weintrauben, manuelle Lese – in einigen Weinjahren sind 2 Auslesevorgänge notwendig: die Lese der „Grands Crus“, der „Vieilles- Vignes“ und der „Vendanges Tardives“ (Spätlese) kann sich bis Mitte November erstrecken.

 

Weinbereitung des trockenen Weissweine :
Die Lesetermine richten sich nach den Rebsorten und nach den unterschiedlichen Weinlagen. Die Trauben werden in Behältern zu 150 Kg vom Weinberg in die Kelter befördert, wo sie innerhalb von 2 Stunden nach der Lese verpreßt werden. Der schonende Keltervorgang in der pneumatischen Kelterpresse dauert 8 Stunden. Die Trauben der „Grands Crus“, der „Vieilles- Vignes“ und der „Vendanges Tardives“ werden in unversehrtem Zustand auf Förderbändern zur Kelterpresse befördert.
Der Pinot Noir wird zu 100 % ohne Stiele und Stengel gekeltert und im Tank circa. 10 Tage lang vergoren. Nach einem vorsichtigen Abstich wird der Rotwein Pinot Noir Rouge d'Alsace 12 Monate lang in „Barriques“ aus Eichenholz der Vogesen ausgebaut und ungefiltert nach zweimaligem Abstich in Flaschen abgefüllt. Der Wein macht einen natürlichen (d. h. statischen) Absetzprozeß durch, der 24 Stunden bei 10°C währt. Die temperaturgelenkte Gärung bei ca. 20° währt je nach Bedarf 6 Wochen oder länger, in Eichenfässern von 50 hl oder in Edelstahltanks. Abstich nach Ablauf des Gärprozesses. Die „Grands Crus“ und die „Vieilles-Vignes“ reifen mit der eigenen Hefe bis Mai, in manchen Jahren bis September, bei gelenkter Temperatur um 10°C.
Anfang April wird der Wein durch Kieselguhr gefiltert, um ihn reintönig und klar zu machen. Dies gilt jedoch nur für die Weine : Sylvaner - Pinot Blanc - Riesling Cuvée S mit anschließender Flaschenabfüllung im Frühjahr.
Ausbau: 8 bis 11 Monate in Eichenfässern der Qualitäten „Grands Crus“ und „Vieilles- Vignes“. Ausbau des Pinot Auxerrois: 8-monatiger Reifeprozeß auf der Hefe in Eichen-Barriques.
Juni-September: Flaschenabfüllung, sterile zweistufige Zellulose- und Membranfiltration.

 

Vertrieb :
Direktverkauf an Privatkunden und Restaurateure. Exportrate: 50 %.

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